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Schulterinstabilität: Behandlungsmöglichkeiten

Dieses Video gibt einen Überblick über die Behandlungsmöglichkeiten bei Schulterinstabilität, einschließlich nichtoperativer und operativer Verfahren.

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Schulterinstabilität: Behandlungsmöglichkeiten

Schulterinstabilität beginnt meist nach einem einzelnen traumatischen Ereignis, das zu einer vorderen Schulterluxation, also einer Ausrenkung, führt, bei der der Oberarmkopf vollständig den Kontakt zur Gelenkpfanne an der Vorderseite der Schulter verliert. Studien haben gezeigt, dass etwa 50 % der Patienten, die eine Luxation erlitten haben, mindestens 2 weitere Luxationen erlebten und dass ungefähr 25 % einen operativen Eingriff benötigten. Ein Luxationsereignis kann außerdem dazu führen, dass der Patient später im Leben eine Schultergelenksarthrose entwickelt.

Eine nichtoperative Behandlung der Schulterinstabilität kann bei älteren, weniger aktiven Patienten in Betracht gezogen werden und kann Aktivitätsanpassungen, gezielte Physiotherapie, frei verkäufliche Medikamente sowie therapeutische Injektionen umfassen. Allerdings werden jüngere, aktive Patienten – insbesondere solche, die Kontaktsportarten ausüben – mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer operativen Behandlung ihrer Schulterinstabilität profitieren, um weitere Luxationsereignisse und zusätzliche Schäden am Schultergelenk zu verhindern.

Für die operative Behandlung kann der Arzt entweder ein traditionelles offenes Verfahren mit einem Hautschnitt oder ein arthroskopisches Verfahren durchführen, bei dem eine kleine Kamera und Instrumente über Minihautschnitte in die Schulter eingeführt werden. Die Entscheidung zwischen einer arthroskopischen und einer offenen Operation hängt von mehreren Faktoren ab. Insbesondere nach einer vorderen Luxation kann das Glenoidlabrum an den vorderen und unteren Anteilen des Glenoids einreißen; dies wird als Bankart-Läsion bezeichnet. Eine Bankart-Refixation wird meist arthroskopisch durchgeführt, auch wenn in manchen Fällen ein offenes Vorgehen erforderlich ist.

Manchmal kommt es bei Patienten nach mehreren Luxationen zu einem Knochenverlust an der Vorderseite der Gelenkpfanne. Dies kann ein offenes Verfahren erforderlich machen, bei dem der Chirurg Knochen aus einem anderen Teil der Schulter oder Spendergewebe, sogenanntes Allograft, verwendet, um die Form der Gelenkpfanne wiederherzustellen.

Wir konzentrieren uns nun darauf, wie eine arthroskopische Behandlung der Schulterinstabilität aussehen kann. Am Operationstag wird der Patient – je nach Präferenz des Chirurgen – auf eine von 2 Arten gelagert. Eine mögliche Position wird als Beach-Chair-Lagerung bezeichnet, bei der der Patient aufrecht sitzt und der Oberkörper leicht nach hinten geneigt ist. Die andere Position wird als Seitenlage bezeichnet, bei der der Patient auf der Seite liegt und die betroffene Schulter nach oben zeigt. Beide Lagerungsarten ermöglichen es dem Chirurgen, mithilfe eines Armpositionierungsgeräts das Innere des Schultergelenks einzusehen.

Zur Refixation einer Bankart-Läsion werden in der Regel 2 - 3 kleine Hautschnitte, sogenannte Portale, rund um die Schulter gesetzt. Der Arzt führt eine Kamera, ein sogenanntes Arthroskop, durch den Hautschnitt auf der Rückseite der Schulter ein und beurteilt das Innere des Schultergelenks. Hier untersucht er mögliche Schäden am Glenoidlabrum und an den glenohumeralen Bändern sowie weitere Pathologien, die ebenfalls mit einer Schulterinstabilität einhergehen können.

Nach Abschluss der Operation beginnt die Rehabilitation. Zunächst trägt der Patient eine Armschlinge, um die Schulter zu schützen und zu stabilisieren. Dann werden leichte Bewegungsübungen für Hand, Handgelenk und Ellenbogen durchgeführt, um eine Steifigkeit dieser Gelenke während der Schlingenversorgung zu verhindern. Anschließend wird unter Anleitung des Physiotherapeuten langsam damit begonnen, die Beweglichkeit der Schulter wiederzuerlangen. Kräftigungsübungen werden schrittweise integriert und an die Ziele des Patienten hinsichtlich der Rückkehr zum Sport oder zur Arbeit angepasst.