Die Gesäßmuskeln sind eine Gruppe von 3 Hüftmuskeln, die die Kraft der Beine und das Gleichgewicht unterstützen. Der Gesäßmuskel an der Seite der Hüfte, der Gluteus medius, spielt eine wichtige Rolle bei der Stabilisierung des Beckens beim Gehen und bei anderen Bewegungen des Unterkörpers.
Riss des Gluteus medius
Muskelfaserrisse im Gesäßmuskel betreffen die Muskelsehne, die am oberen Ende des Oberschenkelknochens ansetzt. Häufig entwickeln sich diese Risse langsam mit der Zeit. Sie führen zu Schmerzen an der Hüfte, erschweren das Gehen, das Halten des Gleichgewichts auf einem Bein und das Schlafen auf der betreffenden Seite.
Die meisten Risse des Gluteus medius werden konservativ behandelt, etwa mit Krankengymnastik, Anpassung der Aktivitäten und Schmerzmitteln. Bei anhaltenden Fällen, bei denen keine Besserung eintritt, kann eine Operation erwogen werden.
Bei der Operation eines Risses des Gluteus medius wird die gerissene Sehne meist mit Nähten und Ankern wieder an der Oberseite des Oberschenkelknochens befestigt.
Die Operation bei einem Riss des Gluteus medius kann arthroskopisch über winzige Hautschnitte oder über einen offenen Schnitt entlang der Seite der Hüfte erfolgen. Auf diese Weise hat der Operateur Zugriff auf die Sehne des Gluteus medius und kann sie wieder am Oberschenkelknochen befestigen.