Das Hüftimpingement, auch femoroacetabuläres Impingement (FAI) genannt, entsteht durch zusätzliche Knochenhöcker im Hüftgelenk, entweder am Hüftkopf oder an der Hüftpfanne. Diese zusätzlichen Höcker können nahe gelegenes Weichteilgewebe wie Knorpel zusammendrücken, was zu Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit führt.
Hüftimpingement
Mit der Zeit wird das Labrum, der Knorpelring um die Hüftpfanne, durch den zusätzlichen Knochen am Hüftgelenk abgenutzt. Dies kann dazu führen, dass sich das Labrum vom Knochen abschält, was eine Hüftinstabilität verursacht und das Risiko einer Hüftgelenksarthrose erhöht.
Eine vollständige Anamnese und körperliche Untersuchung helfen bei der Bestimmung der Behandlung bei einem Hüftimpingement. Erste Behandlungsschritte sind oft Krankengymnastik und schmerzlindernde Methoden. Wenn das Hüftimpingement weiterhin Schmerzen verursacht oder zu einem Riss des Labrums führt, kann eine Operation in Betracht gezogen werden.
Ein Labrumriss an der Hüfte ist eine häufige Folge eines unbehandelten Hüftimpingements. Eine Labrumrekonstruktion ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem das gerissene Labrum wieder an der Hüftpfanne befestigt wird.
Der Operateur kann das Hüftimpingement mit einer Hüftarthroskopie behandeln, einer minimalinvasiven Technik, bei der kleine Hautschnitte, eine Kamera und kleine Instrumente zum Einsatz kommen. Die Hüftarthroskopie kann bei einem Hüftimpingement ein gerissenes Labrum wieder an der Hüftpfanne befestigen oder knöcherne Vorsprünge am Kopf oder an der Pfanne des Hüftgelenks entfernen.